Opinión detallada de Spatz76HH
Spatz76HH
Hamburg, Alemania98%
Seitdem ich als Teenager die Serie Gegen den Wind gesehen habe, wollte ich Surfen lernen, aber ich hatte nie die Gelegenheit dazu oder Jemanden, der das mit mir zusammen macht. Als eine Freundin vor ein paar Wochen erzählte, sie wolle nach Fehmarn und mit einer Arbeitskollegin einen Surf-Schnupperkurs machen war für mich sofort klar, da fahre ich mit!
Wir erkundigten uns im Internet über die Möglichkeiten und fanden die Surfschule 'Surfen & Segeln' in dem Ort 'Gold'. Telefonisch hatten wir uns für den Kurs angemeldet und uns wurden von Lutz sehr freundlich alle Fragen beantwortet. Gebucht hatten wir einen Schnupperkurs über 2x 3 Stunden am Samstag, der Theorie und Praxis beinhaltet hat und natürlich das Surfmaterial. Für 10,- Euro Aufschlag konnte man sich dann noch einen Neoprenanzug ausleihen, insgesamt haben wir dann 95,- Euro pro Person bezahlt.
Wenn man mit dem Auto zur Surfschule fährt und sich noch nicht auskennt auf Fehmarn, muss man schon die Augen offen halten, denn die Straßenschilder nach 'Gold' sind kleiner, als die in die anderen Orte. Aber wenn man die dann entdeckt hat, ist die Surfschule leicht zu finden. Auf einer großen Wiese kurz vor der Surfschule kann man dann kostenlos parken und ist in ein paar Schritten auf dem Gelände der Surfschule. Eine kleines Holzhaus dient als Anmeldung, aber soweit brauchten wir gar nicht erst gehen, denn beim Betreten des Grundstücks hat uns gleich unser Surflehrer Gunnar in Empfang genommen. Nachdem wir den Papierkram ausgefüllt und uns ordentlich mit Sonnencreme eingeschmiert haben ging es auch schon los.
Gunnar suchte mit uns die passenden Segel für uns aus und dann gab es erstmal eine ausführliche Einführung wie man das Segel aufbaut und später im Wasser mit dem Board verbindet. Sah alles im ersten Moment sehr kompliziert aus, aber während wir die Segel dann fertig machten, wurde alles kontrolliert, so dass nichts schief gehen konnte. Dann gab es noch ein wenig Theorie was man wegen dem Wind beachten musste, damit man sich nicht verletzt und auch fahren kann.
Dann kam der wie ich fand schlimmste Teil, wir sollten in die Neoprenanzüge. Das erste Mal in so einen Anzug reinzukommen fanden wir alle drei sehr sehr schwer. Die Dinger sitzen wirklich knalleng und ich habe mich gefühlt wie eine Presswurst. Zum Glück gab es keinen Ganzkörperspiegel! Die nackte Wahrheit werde ich dann in ein paar Tagen sehen, wenn ich die Fotos bekomme, die der Bruder meiner Freundin von uns gemacht hat. Aber in dem Moment war mir das auch egal, wie das aussieht, Hauptsache ich war irgendwann drin!
Dann ging es mit den Boards, die wir selber ans Wasser tragen mussten ins Wasser, zunächst ohne Segel. Ein paar Gleichgewichtsübungen standen zunächst auf dem Programm. Das war so wackelig alles, ich traute mich kaum meine Füße auf dem Board zu bewegen, weil ich Angst hatte ins Wasser zu fallen... bald waren wir davon erlöst und durften die Segel holen.
Aber mein Gedanke, dann würde es einfacher werden, weil ich mich ja an einem Segel festhalten könne... Pustekuchen! Da war nichts mit festhalten und es dauerte dann auch nicht lange, bis ich das erste Mal ins Wasser stürzte. Aber das war auch gut so, denn dadurch habe ich gemerkt, dass das nicht schlimm ist und mir nichts passieren kann und dadurch verlor ich immer mehr die Angst und im Laufe der nächsten Stunde fühlte ich mich immer sicherer auf dem Brett. Was ich sehr gut fand in der Bucht vor der Surfschule, das Wasser war nicht tief. Es wurde langsam tiefer, bis ca. 1,50 m. Für einen Anfänger gibt das zusätzliche Sicherheit. Weiter draußen war das natürlich etwas anderes, aber das konnte man von weitem richtig gut erkennen, da das Wasser schlagartig sehr viel dunkler wurde.
Wir waren im übrigen eine kleine Gruppe von 4 Personen und unser Surflehrer kam mit ins Wasser. Er achtete darauf, dass wir uns nicht zu weit von ihm entfernten, was bei dem Wind immer schnell passiert war. Außerdem gab er uns Tipps, wenn etwas nicht klappte oder lobte uns, wenn etwas gut klappte. Und zwischendurch stieg er auch schonmal auf eines unserer Bretter, um uns etwas zu zeigen. Wir verstanden theoretisch eigentlich immer sofort, was wir machen sollten, aber die Umsetzung forderte dann doch ein wenig Übung. Dazu kam, dass wir Windstärke 4-5 hatten und für Anfänger wären wohl 1-2 ideal gewesen. Aber das Wetter konnte ja keiner von uns beeinflussen.
Im Nachhinein würde ich aber sagen, dass wir das für uns besser fanden. Sicherlich haben wir mehr im Wasser gelegen, als Surfschüler, die bei Windstärke 1-2 lernen, aber ich denke, dass wir durch die Bedingungen mehr lernen konnten und vor allem auch mehr Spaß hatten.
Irgendwann sollten wir dann raus aus dem Wasser, die Segel mussten wieder zurück aufs Gelände, aber die Boards konnten wir für Nachmittags am Strand lassen. Die Schulungsboards sind übrigens sehr stabil und breit gebaut, so dass es etwas einfach für Surfschüler sein soll.
Und dann mussten wir vor der einstündigen Mittagspause die Neoprenanzüge wieder ausziehen, was sich als noch schwieriger erwies, als da reinzukommen...
Nach der Pause gab es dann nochmal ein wenig Theorie und ein paar Übungen auf dem Trockenboard. Im ersten Moment hab ich mich gewundert, dass man das nicht ganz am Anfang gemacht hat, aber im Nachhinein fand ich das schon ganz gut und durchdacht so. Erstmal ein Gefühl für das Board zu bekommen und Gleichgewicht halten zu können, das geht am besten auf dem Wasser. Und so wurde uns dann hinterher gezeigt, wie wir wenden konnten, denn am morgen sind wir immer vom Board abgesprungen und haben es dann umgedreht, um zurück zu kommen. Und man konnte nochmal ein paar Sachen ansprechen, wenn etwas vorher nicht so richtig geklappt hatte... aber wir waren alle so heiß darauf wieder ins Wasser zu kommen, dass er uns dann auch ließ. Das nächste Problem war dann, wie kommen wir nun wieder in die Anzüge, die innen noch nicht ganz trocken sind... aber irgendwie haben wir auch das geschafft...
Als wir wieder auf dem Wasser waren merkten wir sofort, dass der Wind nochmal zugelegt hatte. Unser Surflehrer meinte, das sei jetzt ganz sicher Windstärke 5. War schon sehr anstrengend bei den Windverhältnissen das mit der Wende zu üben, aber wir haben es dann irgendwann doch alle hinbekommen. Diesmal waren wir auch noch länger im Wasser, als beim ersten Durchgang und hatten super viel Spaß. Aber als wir dann später wieder raussollten haben wir schon gemerkt wie anstrengend der Tag auch war und wie kaputt wir waren.
Zum Schluß mussten wir dann noch die Boards und Segel zurück bringen und wieder zusammenpacken und dann gab es noch ein bisschen Theorie, gerade auch in Bezug auf Vorfahrtsregeln und so.
Abschließend kann ich sagen, dass wir alle drei sehr viel Spaß hatten und auch sicher einiges gelernt haben. Mit unserem Surflehrer hatten wir sehr viel Glück, der hat echt einen tollen Job gemacht. Außerdem hatten wir super viel Spaß. Aber auch alle anderen, die uns in der Surfschule über den Weg gelaufen sind waren sehr nett und freundlich. Wenn Jemand mal einen Schnupperkurs im Surfen machen möchte, dann kann ich diese Surfschule zu 100% empfehlen!
Surfen & Segeln10
Valoración
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Accesibilidad
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Se tiene que ver
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Barato
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Estado del viento