Opinión detallada de Spatz76HH
Spatz76HH
Hamburg, Alemania99%
Eigentlich ist es unglaublich, ich als Hamburgerin war noch nicht im Hamburger Dungeon. Meine Freunde hatten es alle schon gesehen und alleine macht man so etwas eigentlich nicht unbedingt. Außerdem ist der Eintritt recht teuer, was mich bisher immer abschreckte.
Dann kam die Überraschung auf meiner Arbeit, es gab eine Weihnachtfeier und für den ersten Teil des Abends war ein Besuch im Dungeon geplant. Wir wurden in Gruppen aufgeteilt. Im Vorraum wurde dann erstmal ein Erinnerungsfoto von uns gemacht, schöne Idee, aber wie das bei solchen Sachen üblich ist, finde ich die Preise dafür nicht angemessen und somit habe ich mir die Fotos anschließend nur angesehen und keins gekauft.
Ich hatte ungefähre Vorstellungen vom Dungeon, da bereits viele meiner Freunde hier waren, ging aber mit wenig Erwartungen hier rein, wodurch ich sagen kann, dass ich doch positiv überrascht war.
Das Dungeon ist keine Horror Show, aber ich denke dennoch, dass man es mit einigen "Gruselshows", die man von der Kirmes her kennt, vergleichen kann. Die Gruppe wird beim Rundgang in verschiedene Räumlichkeiten geführt. In jedem Raum wird ein anderes Ereignis der Hamburger Geschichte dargestellt. Die Räume sind entsprechend dekoriert und die Schauspieler stecken in tollen Kostümen der jeweiligen Zeit. Man erfährt auf diese Weise vieles über das große Feuer von Hamburg im Jahr 1842, Störtebeker, die Pest, die Cholera oder die Sturmflut vom 1717. Es wird eine Inquisition nachgespielt, in der Freiwillige z.B. der Hexerei angeklagt werden. Eigentlich werden in allen Räumen "Freiwillige" eingebunden, an denen die Foltermethoden demonstriert werden, die erschreckt werden oder bei der Befreiung von Störtebecker helfen sollen. Freiwillig ist hier aber ein sehr dehnbarer Begriff, denn wer sich am meisten versteckt, wird meistens am ehesten gesehen. Was ich aber gut fand, dass immer andere die Freiwilligen waren und das obwohl die Schauspieler ja nicht wussten, wer im vorherigen Raum der oder die Auserwählte war... lustig ist es auf jeden Fall auch, wenn man besonders schreckhafte Menschen in seiner Gruppe hat, dann hat man wirklich etwas zu lachen... allerdings war ich auch ganz froh, dass ich verschont blieb ein "Freiwilliger" zu sein...
Zwischendurch gab es noch eine kleine Fahrt in Booten. Das ganze ist mit einer Wildwasserbahn Fahrt zu vergleichen, nur kürzer und nicht ganz so spektakulär. Und als letzte Attraktion, bevor man nach ca. 90 Minuten das Dungeon wieder verlässt gibt es einen freien Fall in die Tiefe... Ein Fahrgeschäft, in das die ganze Gruppe auf einmal passt. Man setzt sich rein und bekommt Bügel von oben runtergeklappt. Taschen etc. muss man abgeben, die stellt der Schauspieler auf den Boden. Später sammelt er die natürlich ein, denn wenn wir gehängt wurden, brauchen wir die Sachen ja nicht mehr... Die sitze fahren nach oben, es hängen Stricke zur Deko an den Wänden... natürlich ist jedem klar, dass es gleich in einem Affenzahn nach unten geht... aber man erschreckt sich dann doch... es fühlt sich wirklich nach einem freien Fall an...
Ich fand den Besuch alles in allem ganz schön und vor allem auch sehr interessant. Die Schauspieler hatten tolle Kostüme und die meisten hatten ihre Rolle echt toll gespielt. Den Eintrittspreis finde ich nach wie vor sehr hoch, aber ich denke der ist schon gerechtfertig. Ich würde jetzt zwar nicht ständig ins Dungeon gehen, aber ich könnte mir durchaus vorstellen nach einiger Zeit noch einmal her zu kommen. Zumal ich denke, dass es mit Freunden sicher auch nochmal etwas anderes ist als mit Kollegen, von denen man viele nur vom sehen oder gar nicht kennt.
Zu erreichen ist das Dungeon sehr gut, da es in der Speicherstadt in der Nähe des Hafens liegt. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln nimmt man am besten die U3 bis Baumwall und ghet ein paar Minuten bis man dort ist.
Hamburg Dungeon9