Opinión detallada de angelus
angelus
Diessen am Ammersee, Alemania95%
Die Pirminius-Kapelle und St. Pirminius, der auferstandene Heilige von Hornbach.
Mancher Auswärtige mag ihn überhaupt nicht kennen, im mittleren Südwesten des Landes, aber auch in Österreich und auf der Bodensee-Insel Mainau, da verehrt man ihn um so mehr.
Lange bevor es die Unterscheidungen Ostkirche und Westkirche, oder römisch-katholisch und protestantisch gab, da war es ein begnadeter Wanderprediger und in sich gekehrter Mönch, der im Südwesten Deutschlands, in der Pfalz, im Elsaß und weiter südlich, im 8. Jahrhundert, nicht zuletzt durch sein klösterlich-vorbildliches Leben und Streben sich den Respekt der Gläubigen erwarb, St. Pirminius, Wandermönch, Klosterbruder, mächtiger Regionalbischof und Gründer einiger z.T. noch heute aktiver Klöster der Region.
Seine letzte, große und recht erfolgreiche Gründung war das in den letzten Jahren wieder recht bekannt gewordene Kloster Hornbach, unweit der alten Herzogsstadt Zweibrücken, wo er bis zu seinem Tode, als Abt und Klosterbischof das Geschehen leitete, mit seinem Tun den Grundstein legte für das Werk späterer Klosterbrüder wie z.B. Hyronimus Bock und seine nützlichen Forschungen.
Hier, an der letzten Stelle seines Wirkens, wurde St. Pirminius begraben. Hunderte Jahre ruhten seine Gebeine an diesem würdigen Ort.
Als dann, im Zuge der Auflassung der Klöster auch das Kloster Hornbach geschlossen wurde, da überführte man seine Gebeine nach Österreich, nach Innsbruck in Tirol. So erklärt sich auch die Tatsache, dass der recht aktive Pirminius auch dort als der große Ortsheilige von Tirol verehrt wird.
Später wurde das Kloster dann wieder hergerichtet, kirchliche Gebäude re-renoviert und erstrahlten in neuem Glanz, den Heiligen gaben die Österreicher aber nicht mehr heraus.
Nachdem dann in den letzten Jahrzehnten, nach dem Kriege, seine Grabstätte wieder hergerichtet wurde, verzichtete man auf die Rückführung seiner Gebeine, wollte ihm aber diese, recht würdige Erinnerungsstätte verehren.
So kommt es, dass hier ein Grab verehrt wird, das von seinem heiligen Bewohner schon lange verlassen ist, so dass Pirminius wohl einer der wenigen Heiligen sein dürfte, von dem man mit Fug und Recht behaupten kann, dass er auferstanden, und nach Innsbruck umgezogen ist.
Abbruch tut dies der Grabstelle und den hübschen Fresken der drei ihn bewachenden Engel an der Wand hinter der Grabstelle, siehe Foto, keinesfalls, damit hat er jetzt eben zwei Grabstätten, die hier, und die in Österreich.
Und, wenn es bei den Österreichern wohl einen Eintritt kosten dürfte, hier kann man ihn in aller Stille kostenfrei besuchen.
Die Pirminius-Kapelle, wo sich das Grabmal befindet, liegt eigentlich innerhalb des Klosterkomplexes Hornbach, und ich war vor zwei Wochen das letzte Mal dort, insgesamt wohl vielfach, nicht zuletzt, da ich einer derjenigen war, die zur Renovierung und Reaktivierung des Objektes als Hotel beigetragen haben, also einige Zeit dort recht oft ein und aus gegangen bin.
Pirminius Kapelle10
Valoración
-
Accesibilidad
-
Se tiene que ver
-
Barato
-
Hornbach ist klein, und daher die Kapelle mit der Grabstelle unschwer zu finden, befindet sich sich doch insgesamt innerhalb des bekannten Klosterkomplexes. Zusätzlich ist sie gut ausgeschildert.
Wer seinen regionalen Heiligen liebt, der meint sicherlich dass man ihn mal besuchen sollte, und budgetfreundlich ist das Ganze auch, da, auch wenn die Kapelle geöffnet ist, keinerlei Eintritt anfällt.