Opinión detallada de Spatz76HH
Spatz76HH
Hamburg, Alemania95%
In der ersten Runde des DFB Pokals ging es für den HSV nach Kiel ins Holstein Stadion. Die Karten waren relativ günstig, wir zahlten 12,- Euro für den Eintritt und der HSV organisierte uns Fahrkarten nach Kiel und zurück für insgesamt 7,- Euro. Eine Bekannte besorgte unsere Karten und ich war zunächst sehr happy. Wir hatten uns nach unserem ersten Auswärtspiel in Dortmund letztes Jahr darauf geeinigt, dass wir nie wieder Stehplätze nehmen würden, daher ging ich davon aus, dass ich eine Sitzplatzkarte hatte.
Ich wollte mich in Kiel mit einem ehemaligem Klassenkameraden vor dem Spiel treffen, da dieser inzwischen großer Holstein Kiel Fan ist und auf jeden Fall dorthin wollte. Ich lehnte sein Angebot ab, dass er uns Karten besorgte, da ich wusste, dass man über Hamburg auch welche bekommen kann und wir schließlich auch die Fahrkarten brauchten.
Als er sich dann ein paar Tage später erkundigte, welche Plätze wir hätten stellte ich erstaunt fest, dass ich eine Stehplatzkarte hatte. Meine Bekannte erklärte mir dann, dass der HSV nur Stehplatzkarten für den Gästeblock bekommen hat, keine Sitzplätze. Dies sehe ich auf jeden Fall als einen Kritikpunkt an. Ich konnte aber nichts mehr dran ändern, denn das Stadion war restlos ausverkauft. Ich dachte dann sportlich: hauptsache ich bin dabei.
Transfer vom Hauptbahnhof zum Stadion:
Nach etwas über 1 Stunde Bahnfahrt kamen wir dann am Kieler Hauptbahnhof an. Wie an Spieltagen in jeder Stadt üblich war der Bahnhof voll mit Polizeibeamten. Wir fogten den zahlreichen mitgereisten HSV Fans aber vor dem Ausgang, der uns zugewiesen wurde blieben auf einmal alle stehen. Nichts ging mehr. Den Grund erfuhren wir dann als wir endlich die Straße erreicht hatten. Direkt vor der Tür stand der Shuttleservice zur Verfügung.
Zur Verfügung ist hier allerdings nett ausgedrückt, denn eine andere Wahl ließ man uns nicht. Links und rechts vom Ausgang standen Polizisten, die niemanden durch ließen, um beispielsweise noch zum Hafen oder so zu gehen. Zeit dafür wäre gewesen, denn wir hatten den ersten Zug genommen. Es konnte absolut niemand nachvollziehen. Man hätte warten müssen, bis der letzte Shuttlebus weg ist und erst dann hätte man sich in der Stadt frei bewegen können.
Beim einsteigen gab es dann das nächste Problem. Es wurde nur eine Tür zum Bus aufgemacht, das bedeutete natürlich, dass es etwas länger gedauert hat, bis alle im Bus waren. Zusätzlich gab es Diskussionen zwischen Fans und Polizisten, da niemand stehen durfte! Es mussten alle Sitzplätze besetzt werden und dann durfte niemand mehr in den Bus, man musste auf den nächsten warten. Irgendwann waren wir dann an der Reihe, waren endlich im Bus. Das man auf jeden Fall einen Sitzplatz hatte fand ich zumindestens auf der Hinfahrt noch sehr angenehm, zur Rückfahrt komme ich später.
Die Fahrt dauerte verhältnismäßig lange. Der Grund hierfür war auch schnell herausgefunden: parallel zum DFB Pokal Spiel gab es ein Radrennen in Kiel, die Innenstadt war wohl größtenteils abgesperrt, also fuhr der Bus einmal außenrum und hierlt dann vor dem Holstein-Satdium vor dem Gästeblock.
Der erste Eindruck:
Dieser war natürlich noch nicht geöffnet, aber auf dem Platz davor gab es Würstchenstände und Getränkebuden. Die Sonne knallte und ich hatte schon bemwerkt, dass ich sowohl mein Cappy als auch meine Sonnenbrille vergessen hatte. Wenig begeistert schaute ich mir von draußen den Gästeblock an... Fast alle Tribünen im Stadion waren überdacht, aber natürlich nicht der Gästeblock. Den Gedanken, ich müsste mindestens 2 Stunde in der prallen Sonne auf einem Fleck stehen fand ich alles andere als begeisternd, zumal ich inzwischen auch schon erfahren hatte, dass man vom Gästeblock aus nicht die beste Sicht haben würde.
Aber abgesehen davon, wenn ich das Stadion als ganzes betrachte, ist es für so einen kleinen Verein schon sehr schön gemacht. Man darf auch nicht vergessen, dass Holstein Kiel Regionalliga gespielt hat und nun leider in die Oberliga abgestiegen ist. Da sind die finanziellen Mittel sicherlich begrenzt.
Das Vereinshaus:
Ein Blick auf die Uhr sagte mir, dass wir noch ne ganze Ecke Zeit hatten und ich wollte sowieso nicht jetzt schon da in der prallen Sonne rumstehen. Ich rief also meinen ehemaligen Klassenkameraden an, mit dem ich ins Vereinshaus wollte. Er war schon da, erklärte mir kurz, dass ich nur links ums Stadion herum gehen müsste und dass sich das Vereinshaus dann direkt hinter der Haupttribüne befinden würde, ich könnte es gar nicht verfehlen.
Ein bisschen mulmig war mir schon auf dem Weg dorthin. Konnte ich in HSV Klamotten tatsächlich dort ins Vereinhaus gehen? Ja, ich konnte! Holstein Kiel Fans saßen hier zwischen vielen HSV Fans, alles war friedlich. Die Bedienung war sehr freundlich und brachte sehr schnell die Getränke und wenig später das Essen. Abkassiert wurde gleich, was ich ok finde. Ich denke kurz vor dem Spiel würde es sonst sicher auch Stress geben, wenn alle gleichzeitig zahlen wollen. So konnte man dann später einfach aufstehen und gehen. Wir hatten das Bauernfrühstück und können dieses sehr empfehlen. Eine Riesenportion für unter 5,- Euro, da kann man nicht meckern. Für unsere Alsterwasser haben wir 3,- Euro bezahlt.
Besonders erwähnenswert finde ich hier auch die sehr schönen und vor allem sauberen Damentoiletten. Zu den Herentoiletten kann ich natürlich nichts sagen...
Zurück zum Stadion:
Inzwischen hatte ich mich damit abgefunden, dass ich einen Stehplatz im Gästeblock hatte udn freute mich auch schon auf das Spiel. Das Stadion war inzwischen auch schon geöffnet und der Gästeblock schon gut besucht. Wir wollten auf jeden fall nicht ins Gedränge rein und blieben oben auf der letzten Stufe stehen. Wir gingen ziemlich weit nach rechts durch, wo es etwas leerer war, als direkt am Eingang. Die Sicht war schon ok. Nicht berauschend, da man auch noch zusätzlich egal wo man stand große Kerle vor sich hatte, aber auch nicht ganz so schlimm, wie ich es mir ausgemahlt hatte. Die Sonne war allerdings schon sehr stark, abends hatte ich nen schönen Sonnenbrand im Gesicht und leichte Kopfschmerzen.
Auch im Stadion konnte man Wurst etc kaufen, ebenso Getränke. Die Preise hab ich nicht im Kopf, aber auf jeden Fall war alles günstiger als in den großen Stadien.
Flaschen etc. durfte man wie in Hamburg nicht mit reinnehmen. Unsere Wasserflschen mussten wir vorher austrinken und wegschmeissen. Allerdings sind hier, wie auch in hamburg Tetra Packs erlaubt. Hinter die Logik bin ich seit einem Jahr nicht gekommen, denn mit einem leeren Tetra Pack kann ich auch schmeissen und ich würde sogar mal behaupten, das tut mehr weh, als so eine Petflasche, aber diskutieren bringt in diesem Fall absolut nichts, die Ordner haben ihre Anweisungen.
Der größte Kritikpunkt an die Stadt Kiel:
Beim Transfer zum Stadion und zurück zum Hauptbahnhof herrscht auf jeden Fall handlungsbedarf. Wie schon erwähnt, fand ich das Prinzip, dass jeder einen Sitzplatz bekommt gar nicht so schlecht. Aber: dann müssen dafür auch genügend Busse eingesetzt werden! Auf der Hinfahrt hatte ich scheinbar das Glück, dass ich in einem der ersten fünf Busse saß. Auf dem Rückweg hatte ich dieses Glück nicht, denn als ich aus dem Holstein-Stadion kam, fuhr gerade Bus Nummer fünf ab... und nichts passierte danach.
Durch Gespräche mit den Polizisten kam dann raus, dass tatsächlich nur fünf Busse eingesetzt wurden, wo lediglich die Sitzplätze ausgenutzt wurden. Ein bisschen wenig für ein paar tausend Fans! Gerade wenn man bedenkt, dass die Fans, die den ersten Zug hatten direkt nach dem Spiel zum Bahnhof müssen, da der Zug abfährt. Die normalen Buslinien durften wir nicht benutzen udn mussten warten, bis die fünf Busse wieder zurück waren. Da aber die komplette Innenstadt geserrt war und ie Busse über die lange!!! Umgehungsstrasse fahren mussten, war das alles schon sehr knapp.
Ich denke, dass zumindestens in diesem Punkt dringend Handlungsbedarf besteht und hoffe, dass die Art und Weise des Transfers zum Stadion und zurück zum Bahnhof wirklich mal überdacht wird. Auch wenn das nicht schön ist, dass viele dann ausflippen, so muss man unter so einer Bedingung leider damit rechnen, dass es Ärger und Krawall gibt.
Fazit:
Alles in allem habe ich den Tag schon genossen. Ich kann aber nur den Tipp geben, wenn man jemanden in Kiel kennt, dass man sich von demjenigen Karten besorgen lassen sollte. Auf den überdachten Tribünen kann man besser sehen und ist auch vor praller Sonne oder Regen geschützt. Ich werde es auf jeden Fall so machen, falls der HSV irgendwann mal wieder zu Gast in Kiel ist.
Falls man einen Stehplatz im Gästeblock hat, sollte man je nach Wetterlage unbedingt an eine Kopfbedeckung, Sonnenbrille, Sonnencreme, Regenschirm etc denken.
Getränke dürfen nur in Tetra Packs mitgebracht werden.
Wenn man nicht viel Zeit hat bis zur Abfahrt des Zuges, sollte man darauf achten, dass man nach Abfiff so schnell wie möglich zu den Bussen kommt.
Das Fanhaus ist sehr zu empfehlen und auch Fans der gegnerischen Mannschaft sind hier willkommen.
Holstein-Stadion8
Valoración
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Accesibilidad
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Se tiene que ver
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Barato
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Arquitectura